Alles Kopfsache (?)

21. April 2009 · 20 comments

Ist alles nur im Kopf, spielt sich dort alles ab – reine Kopfsache??

Das Frage die ich mir seit Sonntag immer wieder stelle, seit meinem missraten langen Lauf der nach 6,72 Kilometern endet in dem ich meinen Schatz anrief und ihn bat mich abzuholen. Was für ein Scheiß-Gefühl, ganz schlecht fürs Ego und überhaupt nicht aufbauend. Dann lese ich bei Margitta und frage mich, ob ich nicht doch hätte weiter laufen können, ich hätte nur nicht aufgeben dürfen … Ich hatte Gummi-Beine, mir war heiß und mein Puls war trotz gemütlichem Tempo enorm hoch. Ich habe mit mir gehadert und gerungen wenigstens noch die gut 3 Kilometer direkt nach Hause zu laufen, aber irgendwie war die Befürchtung vorher umzukippen größer und dann war es gesehen um mich. Ich habe innerlich aufgegeben, hatte keinen Mut mehr und habe gegen jede Art von Stolz unser Nummer von zu Hause gewählt. Zum ersten Mal, aufgegeben, abgebrochen und abholen lassen – das tut einfach richtig weh!

So ungefähr vor zwei Jahren, also ganz am Anfang da gab es eine EheKriese zwischen der ♥-Mann und mir weil er doch so dreist war mir den Spruch „Wenn Du glaubst, es geht nicht mehr, dann geht es noch weiter!” an den Kopf zu knallen. So sehr ich ihn und den Spruch in den Moment verflucht habe, so oft habe ich ihn mir immer und immer wieder gesagt und glaube dran. Immer wenn ich nicht mehr kann, wenn ich glaube nicht mehr zu können, dann fällt mir dieser Satz wieder ein und es geht noch weiter … also doch alles reine Kopfsache!

Aber Sonntag war es mehr als Kopfsache, oder doch nicht?
Definitiv hätte ich ein Stück gehen können und dann wieder versuchen können zu laufen um wenigstens halbwegs stolz auf eigenen Füßen zu Hause anzukommen … Aber in dem Moment, wo ich beschloss das es nicht mehr geht, da ging es auch nicht mehr – doch alles Kopfsache!

Was bedeutet Kopfsache bzw. wo hört diese auf oder hört die nie auf? Wenn Schmerzen dazu kommen – welche Schmerzen? Wenn die Beine wehtun oder aber wenn der Körper „kaputt“ ist, ist dann Ende oder kommt dann erst die wirkliche Stärke zum Einsatz? Ich weiß es nicht … für mich endet sie wenn körperlich etwas „kaputt“ ist oder aber der Kreislauf wegsackt – wobei beim Kreislauf gehen und dann weiter laufen stark gewesen wäre … ich Pienznäschen!

Als ich vorhin meine Schuhe schnürte war mein Kopf nicht abschaltbar, ich hatte eine gewisse Angst das es genauso bescheiden laufen würde wie Sonntag (selbsterfüllende Prophezeiung) und lief mit keinem guten Gefühl los. Menno, wieso zieh mich so ein Lauf so runter? Langsam los und möglichst schnell nicht mehr denken, Musik an, laut, richtig laut und dann bloß nicht mehr denken … angenehm warm war es, mein Hals lies sich durch Isla-Pastillen beruhigen und die Beine waren schwer – trotzdem wollte ich es so sehr, ich wollte meinen Kopf austricksen und ich wolle den Sonntag wieder gut machen. Dienstags sind es gewöhnlich 9 Kilometer, heute mussten es 12 sein damit ich versöhnt bin. Irgendwie bin ich aber nicht richtig fit, mein Hals krazt – nicht wie eine Erkältung sondern irgendwie anders und ein leichter Hustenreiz begleitet mich – ganz komisch, der letzte Mist und nicht schön. Nichts desto trotz, ich habe einen dicken Kopf, ich erwarte von mir mehr als von jedem anderen und so habe ich erwartet das ich die 12 Kilometer schaffe – wie auch immer. Geworden sind es 12 anstrengende Kilometer, aber 12 und nun lehne ich mich zurück, gewinne ein wenig von meinem Selbstvertrauen zurück und habe wieder etwas gelernt.

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Dirk April 21, 2009 um 20:46

Na, da fühle ich mich aber nicht ganz korrekt zitiert ;) Die korrekte Form wäre gewesen: “Wenn Du glaubst, es geht nicht mehr, dann geht es noch weiter” ;)

Glückwunsch zu den 12 Kilometern!
Außerdem … aber was schreibe ich das … brauchst Du Dir um soetwas wirklich keinen Kopf machen. Es gibt Tage, an denen verliert man, es gibt Tage, an denen gewinnen die Anderen.. So ist das.. was solls.. Haken dran!

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Pienznaeschen April 21, 2009 um 21:02

Da kommt der Herr Pienznase durch ;)

Habe Dein Zitat umgehend korrigiert, wobei mein daraus gemachtest “Wenn Du glaubst Du kannst nicht mehr, dann kannst Du noch lange weiter” nun auch nicht so schlecht war.

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Simone April 21, 2009 um 21:07

Hut ab zu den 12 km!!! Und das, obwohl du dich nicht wohl gefühlt hast. Ich wäre ganz sicher gar nicht erst losgegangen, ich hätte zuviel Schiss, dass mir der Kreislauf absackt und hätte gewartet, bis das Halskratzen usw. wieder weg ist. Oder hätte es vielleicht ganz geruhsam angehen lassen. In jedem Fall hast du dir jetzt einen schönen Abend verdient :-)

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Lizzy April 21, 2009 um 22:02

Wenns in meinem Hals kratzt, dann lasse ich mich ganz sicher nicht von einem Lauf abholen. Kann nicht passieren – weil ich mit Halskratzen NIE auch nur daran denke, überhaupt loszulaufen. Dann isses nämlich reine Halssache ;o)

Pass auf dein Immunsystem auf – gerade, wenn’s um diese Jahresezein ‘nen Knacks bekommt weil man zu stark draufhaut und sich überfordert, haste ruckizucki ‘ne Allergie eingesackt – und die wirste dann so schnell nicht wieder los. Von allen anderen Gefahren mal abgesehen .

Abholen lassen konnte ich mich noch nie – entweder hatte ich kein Handy dabei oder (beim Nagel im Fuß z. B.) ich habe niemanden erreicht. Aber dann spaziere ich einfach lockerst und gemütlich nach Hause. Es gibt doch auch andere Möglichkeiten, sich auf zwei Beinen vorwärtszubewegen als zu laufen *s*

Erhol’ dich mal gründlich – damit die Schüsse nicht nach hinten losgehen!

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José April 21, 2009 um 22:10

Na prima, geht doch!

Wobei: normalerweise wäre ich der Typ, der Dir die harten Sprüche hinterher ruft. Aber eins muß ich sagen: wenn der Hals kratzt, da ist es keine Kopfsache, da bleibt man daheim.

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Pienznaeschen April 21, 2009 um 22:34

@Simone, ich habe die Beine schon hochgelegt ;)

Liebe Lizzy, was soll ich denn da noch sagen?
Danke, und zur meiner “Verteidigung”: Sonntag sagte der Hals noch nichts und heute auch nicht wirklich richtig, ich kann´s nicht definieren aber es fühl sich nicht wie eine lauernde Erkältung an.
Trotzdem mache ich nun erstmal ruhig.
Ich glaub es ist ganz arg, wenn man sich abholen lassen wollte und dann keinen erreichen kann, dann wäre bei mir glaube ich völlig ende gewesen. Ich habe mein Handy immer dabei, das gibt mir irgendwie Sicherheit bei was weiß ich was kommen mag- ob ich im Fall der Fälle dann wen erreichen würde sei mal dahin gestellt ;)

@José, jawohl ;)
(Aber heute musste ich einfach …)

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Christian April 21, 2009 um 23:21

He Julia, was soll ich dazu sagen ? Du hast selbst schon alles gesagt. Ich denke das laufen sollte einen nicht so unter Druck setzen, dass man “runtergezogen” wird, nur weil es mal nicht so läuft. Ich habe es schon öfters erlebt und daraus nur eines gelernt: hör auf Deinen Körper und versuch den Kopf und das Herz aussen vor zu lassen, nur wenn Du weisst dass Dein Körper eigentlich fit ist, kann es der Kopf sein, der Dir einen Strich durch die Rechnung macht. Ich hoffe ich habe mich verständlich ausgedrückt 8-)

Weiterhin viel Spass

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Martin April 22, 2009 um 00:01

Oh je, was soll man da schreiben! Diese Misttage kennen fast alle von uns, aber wenn ich so bei Dir lese, warst du wirklich kaputt, denn zu hoher Puls deutet ja darauf hin.
Und auf der anderen Seite, sind wir Läufer mittlerweile nicht schon zu stark abängig von guten oder schlechten Läufen? Je nachdem sind wir himmelhochjauchzend oder zu Tode betrübt. Mir geht es ja selbst so und nun fängt auch meine Frau schon damit an. Ich glaube wir müssen unsere Lebensmittelpunkte wohl ab und zu überprüfen.
Aber, gut gesagt, ich warte erst mal ab wie es mir morgen nach meinem Lauf geht ? Konsequent? Wir doch nicht! :-)

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Gerd April 22, 2009 um 06:56

Nicht zu viel Denken. Jedenfalls nicht während des Laufens ans Laufen. ;-)
Ich musste mich auch schon abholen lassen weil es nicht mehr ging. Ich habe es überlebt. Wenn Du Probleme mit dem Hals hast macht Dir vielleicht der Pollenflug Probleme. Dieses Jahr sind viele betroffen die sonst keinerlei Probleme haben. Und die Beeinträchtigen extrem die Leistungsfähigkeit. Ich weiß von was ich spreche.
Mach Dir keinen Kopf, setzte Dich vor allem nicht unter Druck und habe einfach nur viel, viel Spaß am Laufen! ;-)

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Anett April 22, 2009 um 09:07

Kopfsache? Ja…kenn ich nur zu gut…Was hab ich schon innerlich mit meinem Kopf disskutiert, wenn er meint fragen zu müssen, was das hier soll. Warum ich mich so anstrenge, statt gemütlich zu gehen? Warum ich nicht aufm Sofa bleibe? Warum ich nicht einfach umkehre? Wenn ich dem einmal nachgegeben habe ist es aus. Lust weg, Motivation weg, blödes Gefühl, Gefühl ein versager zu sein, nicht mal ein par Km durchlaufen zu können. Und? Beim nächsten WK kommt wieder ne PB raus (oder auch nicht) und man merkt, man kann es doch. Also…Kopf hoch, abhaken, weiter machen. Wir sind menschen und keine Maschinen und ab und an darf der Kopf gewinnen.

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salli April 22, 2009 um 11:03

Ja, es sagt sich immer so leicht, vernünftig sein und auf den Körper hören. Vielleicht wird es im Laufe vieler Jahre besser. Aber im Moment kann ich deinen inneren Kampf gut verstehen. Vor allem, wenn es ein Hobby ist, dass einem so am Herzen liegt. Da kann ein mieser Lauf einen schon runter ziehen. Und Pause machen, wenn das Ego so leidet? Wirklich erholsam ist die Pause dann auch nicht.
Dass du die 12 km jetzt einfach brauchtest, kann ich gut nachvollziehen. (Ob sie vernünftig waren, kann ich nicht beurteilen.)
Wichtig ist nur, dass es dir jetzt (hoffentlich) wieder besser geht.

Ja, die Pollen sind extrem fies im Moment. Hier hängen auch alle durch. Und die plötzliche Wärme nach diesem allzu langen Winter kann den Puls schon mal höher treiben. Abholenlassen war unter diesen Bedingungen völlig in Ordnung.

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dauerlaufen April 22, 2009 um 14:50

Was mein Kopf mir schon alles versaut hat…. Da ist man manchmal machtlos. Aber es gibt ja Gott sei Dank auch das andere Extrem: nichts scheint mehr zu gehen, aber der Kopf schafft es den Körper zu überlisten.

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ultraistgut April 22, 2009 um 14:58

Liebe Julia,

schon wieder sehr spät, weil ich deine Seite nicht….., aber das weißt du, habe alles versucht.

Es gibt Tage, da meint man, nichts geht mehr, aber von irgendwo kommt dann doch ein Lichtlein her…….meiner Meinung nach wäre es bei dir auch gekommen, aber wenn der Kopf nicht mehr will, dann ist es klar, dass der Körper blockiert und rien ne va plus.

Eine meiner Vorreiterinnen bei den langen Strecken sagte kurz vor meinem ersten 100-Kilometer-Lauf zu mir: ” Margitta, gib niemals auf, es geht immer, immer wieder weiter, denke immer daran ! “. Diese Worte habe ich nie und nimmer vergessen, und wenn immer ich ein Gefühl hatte – das geht überhaupt nichts mehr, dann kamen diese gespeicherte Worte von Gila wieder zum Vorschein, und ich sage dir, sie hatte Recht.

Wie oft schon war ich in solchen Situationen, und ich habe meinen Schwächen nicht nachgegeben, sondern bin voll auf sie zu. Aufgeben ist leicht, durchhalten ist manchmal sehr schwer, aber es stärkt dein Selbstbewusstsein und gibt dir nicht nur beim Laufen mehr Selbstvertrauen, weil du weißt, wenn es sein muss, dann kann ich .

Anders, wenn man krank ist oder sich verletzt hat, aber das zähle ich hierzu nicht.

Das Leben wird uns allen ziemlich leicht gemacht, warum nicht auch mal stark sich selbst gegenüber sein ?

Mir haben diese Momente des Überwindens und Weitermachens beim Laufen auch im wahren Leben hilfreich zur Seite gestanden.

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Marco April 22, 2009 um 15:37

So nun ist es soweit. Ich lese ja schon seit langer zeit hier mit und heute poste ich auch mal was.
Ja es spielt sich vieles im Kopf ab. Beim Bund hat man mir immer gesagt wenn Gewaltmärsche im Programm waren, “wenn du kotzt denk nicht dran dann geht es noch eine Stunde”.
Blöder Spruch aber mit der zeit ahbe ich nicht mehr an die belastung egdacht und schwupps ging es weiter. Dann waren 100 km Marsch auch nichts mehr. Nur danch war man im Ar…!

So Long
Gruss
Marco

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Kerstin April 22, 2009 um 15:45

Ach ja, solche Tage haben wir alle mal und im Prinzip ist es letztendlich egal, ob es Kopfsache war oder man wirklich koerperlich nicht mehr kann. In dem Moment macht das keinen grossen Unterschied.
Auch dass du vor dem naechsten Lauf Respekt hattest, kann ich gut verstehen.
Bei meinem ersten Versuch, 30 km zu laufen, hatte ich den ganzen Tag lang solche Magenprobleme, dass ich nicht genug zu essen hatte und den Lauf am Abend nach 22 km abbrechen und mich abholen lassen musste. Es hat an dem Abend stundenlang gedauert, bis ich wieder aufgetaut bin, so habe ich gefroren. Jedenfalls hatte ich danach noch ganz oft um die 22 km herum Sorgen und habe gehofft, dass ich weiter laufen kann. Mittlerweile ist das vergessen, aber es hat doch einige lange Laeufe gedauert.
Das war aber auch das einzige Mal, dass ich mich abholen lassen musste. Sonst komme ich immer irgendwie wieder zurueck. Gehen ist ja keine Schande und drei Kilometer schafft man auch locker in etwas ueber einer halben Stunde. Versuch doch mal bewusst, Gehpausen einzuplanen.

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Kerstin April 22, 2009 um 15:51

Gerd, ich muss dir widersprechen. Beim Laufen muss man ans Laufen denken. Je mehr der Kopf aktiv mitlaeuft, desto besser wird man. Bewusst entspannen, die Arme mitschwingen, auf Bodenbeschaffenheiten reagieren, den Koerper untersuchen wo/ob etwas weh tut oder muede ist, ob das Tempo in Ordnung ist usw. Je mehr man das schafft desto besser.
Natuerlich laufe ich auch oft einfach so durch die Gegend und lasse meine Gedanken schweifen, aber im Grunde ist es immer besser, sich bewusst zu stellen statt sich abzulenken.

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Hannes April 22, 2009 um 17:31

Es ist eben nur eine Kopfsache. Es zu schaffen, ist eine Kopfsache. Sich dadrüber aufzuregen, ist eine Kopfsache. Ich finde es verständlich, sich über einen missratenen Lauf zu ärgern – auch wenn es gar nicht nötig ist.

Du hast dich inzwischen aber wieder selbst belohnt und schon ist alles gut – der Kopf hat wieder umgeschaltet.

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Pienznaeschen April 22, 2009 um 23:31

@Christian, verstehe sehr gut was Du schreibst und gerade in dem den Kopf und das Herz aussen vor zu lassen bin ich noch so überhaupt nicht gut, aber ich übe.

@Gerd, das mit dem nicht zuviel denken ist leichter gesagt als getan aber es stimmt auf jeden Fall ;)
Ob es nun Pollen sind die mich ärgern oder doch eine Schnupfen der nicht durchkommen will weiß ich immer noch nicht, aber beinahe hoffe ich auf den Schnupfen.

@Martin, vielen Dank für Deine Worte und den Gedankenanstoss wegen dem zu stark abhängig sein, wenn ich ehrlich bin, dann erwische ich mich dabei selber.

@Anett, Du kennst es auch, gell? Wenn im Kopf erst einmal beschlossen ist, das es nicht geht, dann gibt es auch kein wirkliches zurück mehr … und bei allem hast Du recht wenn Du schreibst, wir sind Menschen und keine Maschinen (auch wenn ich manchmal gerne ein wenig mehr Maschine wäre ;) )

@Salli, jups, meinem Kopf geht es wieder gut (vielleicht krank, aber der Lauf gestern hat meinem Kopf geholfen) und dem Rest dem geht es so lala.

@dauerlaufen, stimm, genau anders herum geht es auch und gerade das ist dann für mich die berühmte Kopfsache schlecht hin. Man muss nur den eigen Kopf austricksen damit der dann den eigenen Körper austricksen kann ;)

@Margitta, reden wir nicht über das abonnieren, das zerbricht mir schon den Kopf ;)
Aufgeben ist leicht, durchhalten ist manchmal sehr schwer>
Wer könnte das besser und überzeugender sagen als Du? Liebe Margitta, die Strecken die Du läufst, diese wahnsinnige innere Stärke die Du in Dir hast, die bewundere ich und davon bin ich Meilen entfernt – aber ich übe und kann schon ganz gut mit mir selber ins Gericht gehen ;) Das schöne ist ja, das es hinterher so gut tut, so wachsen lässt … genauso wenn man den “leichten” Weg gegangen ist, dann fühlt man sich noch mieser.

@Marvo, schön das Du hier bist! :)
Im Endeffekt laufen all diese Sprüche auf das gleiche hinaus und haben recht und der Kopf muss es wollen …

@Kerstin, so blöd es klingen mag, aber Gehpausen mag ich mir nicht einplanen, das würde sich nach einem Rückschritt für mich anfühlen zumal ich sonst durchlaufen kann. Aber ich habe mir selber versprochen das wenn es wieder so eine Situation geben wird, dann werde ich gehen und irgendwann versuchen weiter zu laufen oder eben ganz heim gehen – das habe ich mir selbst versprochen.
So wie Du das bewusste laufen beschreibst, das versuche ich nur wenn ich “schnell” laufe und selbst dann vergesse ich es irgendwann wieder … ich finde das sehr schwierig.

@Hannes, stimmt, danke! :)

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michi April 23, 2009 um 21:00

Wenn es wirklich der Kopf ist der suggeriert, dass es nicht mehr geht, dann finde ich es extrem schwer, diesen in die richtige Richtung zu leiten. Bei Dir oben hört es sich aber für mich doch eher so an, als wärest Du an dem Tag nicht so ganz fit und da meine ich, bevor man mit Gummibeinen oder Schlimmeren umkippt, dann doch besser im richtigen Moment auch mal eine Einheit abbrechen. Ist zwar blöd und man ärgert sich vielleicht auch für ein paar STunden, aber dann muss es auch wieder gut und vergessen sein. Die Erfahrung zeigt doch, mal läuft es gut, mal nicht so gut. Kein Tag ist wie der andere. Sich Gedanken über den nächsten Lauf im Vorfeld machen und zu denken, ups, hoffentlich läuft der nicht genau so schlecht, kann da schon wieder hemmen.
Ich glaube, ich kann für mich, mittlerweile ganz gut unterscheiden, ob es mir wirklich schlecht geht und die Gefahr besteht, dass ich mich eventuell “abseile” (hatte ich letzes Jahr 1x und habe auch abgebrochen, Übelkeit, Gummibeine, Schwindel) oder ob mein Kopf meint “ach, es geht nicht mehr, die Beine werden müde, du wirst immer langsamer, Tempo tut weh”. Auch da habe ich im letzten Jahr 2x abgebrochen und mich im Anschluss auch darüber “geärgert” (oder sagen wir damit beschäftigt und mich gefragt, ob das sein musste und ob es nicht doch weitergegangen wäre. Wäre es, so im Nachhinein dann betrachtet. Ganz im Gegensatz zu dem Lauf mit den Gummibeinen. Den Kopf überzeugen wenn er meint es wird schwer, das finde ich extrem schwer. Gelingt mir zwar jetzt öfter, aber nicht immer. Beim letzten Lauf habe ich mir bewusst gemacht, dass erst der Kopf jammert und dann immer noch was geht, damit habe ich mich anscheinend abgelenkt.

Ich sehe es übrigens wie Kerstin. Ich denke zwar nicht bei jedem Lauf ans Laufen, manchmal mache ich es auch einfach, aber manchmal achte ich auch bewusst auf irgendwelche Dinge, Knie, Schritt, Arme, Kopf etc. und fühle wie es sich so läuft. Ob es hilft sich zu überlisten weiß ich nicht, aber es hilft manchmal die Haltung zu korrigieren, flüssiger und lockerer zu laufen. Ob das bei jedem funktioniert, keine Ahnung, denke mal, dass es bei manchen Menschen vielleicht auch zu Verkrampfung führen kann. Muss jeder für sich selber testen, ebenso wie die Möglichkeiten seinen Kopf zu überlisten.

Da fällt mir noch das Thema Mantras gerade ein. Prägnante Sätze, Satzteile im richtigen Moment abrufen und sich bewusst machen. Funktioniert aber auch nicht bei jedem und vor allem nicht mit jedem x-beliebigen Satz. Sowas muss einem beim Lesen, Hören, sofort in den Kopf springen. “Das ist es!” Sonst funktioniert es nicht. Es muss zu einem passen, es muss so motivierend und prägnant sein, dass es schon im Moment, wo es nicht benötigt wird, motivierend ist.

Das fällt mir momentan so für mich dazu ein. Im Übrigen finde ich, dass ist ein schönes Thema, über das man schön diskutieren kann und wo mich auch immer wieder Meinungen und vor allem Erfahrungen anderer Läufer interessieren.

Jetzt habe ich genug Blabla von mir gegeben ;-)
Dein nächster Lauf war sicher wieder viel besser, schätze ich jetzt mal so ins Blaue hinein.

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Pienznaeschen April 26, 2009 um 20:02

Hallo Michi, lieben Dank für Deine Gedanken zu dem Thema – ich mag Dein “Blabla” ;)
Gerade diese Unterscheidung warum es nun (scheinbar) nicht mehr geht finde ich verdammt schwer und wenn die dann getroffen ist und nur der Kopf rumjammern will, dann kommt das nächste Problem genau diesen zu überlisten …
Sich auf der Laufen zu konzentrieren und zu prüfen finde ich hilfreich und gleichzeitig sehr anstrengend bzw. gelingt mir dies nur einen Moment und dann vergesse ich es irgendwie (vor allem wenn ich versuche schnell zu laufen) Aber Übung macht ja bekanntlich den Meister ;)
Diese “Wenn Du glaubst es geht nicht mehr, dann …” funktioniert bei mir schon ganz gut :)

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