Das Wochenende hatte potenziell mal wieder zu wenig Stunden und gestern bin ich nicht gelaufen, obwohl ich es wollte – aber es passte nicht mehr rein, so überhaupt nicht mehr.
Als ich heute Mittag los laufe, habe ich bereits zwei Kuchen gebacken, ein wenig geputzt und bin skeptisch wie weit ich kommen werde … wie weit meine Beine mich tragen wollen und wie weit mein Kopf heute reisen mag. Mir geht es nicht besonders, habe leichtes Bauchweh, bin gestresst und etwas das mich gestern sehr traurig gemacht hat sitzt fest in meinem Kopf. Ich laufe und versuche nur zu laufen. Es gelingt mir nicht wirklich und so plane ich was ich als nächstes tue wenn ich heim komme (Tisch dekorieren, Balkon fegen … und dann wird es auch schon klingeln). Nach vier Kilometern bin ich an der Nidda und beschließe sie heute mal rauf zu laufen – mal was anders und mehr im Schatten gelegen. Im Kurpark in Bad Vilbel ist irgendeine Veranstaltung und viele Menschen sind unterwegs, doch sobald ich die Burg hinter mir lassen wird es ruhig und beinahe einsam für das schöne Wetter. Ich laufe in einem angenehmen Tempo, versuch nicht krampfhaft unter 7 Minuten zu bleiben und drehe nach 6,5 Kilometern wieder um. Mein Plan für heute lautet Hauptsache gemütlich, denn einmal am Tag muss man sich Zeit nehmen und die 16 habe ich ins Auge gefasst. Schließlich bin ich gestern nicht gelaufen und überhaupt brauche ich das heute für mich, ich will die 16 – ich versuche sie nicht nur, ich will sie heute zum ersten mal laufen.
Ich denke immer noch, versuche zu verstehen warum ein Mensch dies was er getan hat getan hat … finde keine Antwort, sondern spüre nur erneut meine Enttäuschung und laufe weiter, gegen die Tränen, gegen die Enttäuschung … werde ein wenig schneller und höre endlich bei Kilometer 10 auf zu denken. Laufen, einen Schritt vor den anderen setzten und laufen … nicht mehr und auch nicht weniger. Laufen und frei sein!
Noch ein bisschen weiter die Nidda runter und dann zurück durch Masssenheim, ich nehme die Strecke nicht mehr bewusst wahr und bin beinahe plötzlich nach 15 Kilometern so weit das ich zu einer finalen kleinen Parkrunde antreten kann. Die Beine machen heute wunderbar mit und sind nicht so schwerfällig und ungehorsam wie sonst bei der Strecke und so tipple ich durch den Park und komme nach meinen 16 Kilometern zu Hause an. Glücklich geschafft und mit leeren Kopf. Springe schnell unter die Dusch, genieße das warme Wasser und empfange dann Dirks Eltern mit Oma zum Muttertagskaffe mit leckerem Brombeerkuchen.
Laufen erklärt zwar nichts, aber es tut mir unheimlich gut und ich freue mich wenn ich Dienstag wieder meine Schühchen schnüren kann.
Danke, das ich laufen darf!
Tags: Laufen, Mini-Rekord, Nidda, sechszehn km
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Ach Julia….nicht traurig sein, nach jedem heftigem Regenguss kommt auch wieder ein Sonnenscheinchen…glaub mir, ich hab auch gerade eine Mordsenttäuschung hinter mir. Beim Laufen grübelt man und grübelt, Warum, Weshalb, Wieso…kommt zu keinem Ergebnis, aber irgendwann fängt man an den Lauf zu genießen.
Deine 16km…wow…Respekt…klasse gemacht, du kannst wirklich stolz auf dich sein *knuddel*.
Eine wunderschöne Woche wünsch ich dir! -
Liebe Julia,
du hast genau das Richtige getan, auch – und besonders für seelischen Schmerz – hilft das Laufen, wenn manchmal auch nur zeitweilig, die Tränen kullern während des Laufes, keiner sieht es, keiner sieht es dir an, du lässt ihnen freien Lauf, keiner weiß, was in dir vorgeht.
Enttäuschungen gehören leider auch zum Leben, und der Versuch, sie beim Laufen verarbeiten zu können, ist das beste, was man machen kann,
denn Laufen ist Balsam für Körper, Geist und Seele.Freue mich für deine 16 Kilometer, und so geht es immer weiter und immer weiter…………….
Wie würden wir alles verarbeiten können, was uns bewegt, würden wir nicht laufen ?
Eine ganz feste Umarmung von Nord nach Süd

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Wie schön, dass Laufen einem so viel Freiheit geben kann und wenn es eben die Freiheit ist, für einen Moment den Gefühlen freien Lauf zu lassen und dann Abstand zu den trüben Gedanken zu gewinnen.
Ich knuddel dich mal virtuell. Kopf hoch. Vielleicht wendet sich ja alles ins Positive?Und überhaupt: S E C H Z E H N Kilometer. Wahnsinns Leistung. Hast du klasse gemacht :-)
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Lass Dich mal virtuell knuddeln!
Soll ich Dir was sagen- Wer 16 km kann, der kann auch 21,1!

Glückwunsch zur 16!
LG Monika
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Hey Julia – 16 Kilometer geschafft – super! Auch wenn die Freude darüber andere Sachen nicht verdecken kann, sie kann zumindest für einige Momente ein Lächeln auf das Gesicht zaubern – und damit sind wir alle doch noch immer am schönsten!
An solchen Tagen merkt man einfach am stärksten, was einem das Laufen gibt. Es gibt einem Kraft. Kraft, mit anderen Dingen fertig zu werden. Zeit und Freiheit, um über Dinge nachzudenken. Auch wenn es nicht erklärt – zumindest helfen tut es ungemein!
Fühl dich gedrückt.
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Laufen ist in solchen Situationen einfach das beste, es hilft zumindest, ob es währenddessen ist, dass man abgelenkt wird oder man sich hinterher einfach besser fühlt.
16 km?! Holla die Waldfee. Da bist Du aber weit gelaufen. Auf DEN Monatsbericht bin ich ja mal gespannt. :-)

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