März 2009

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01/200902/2009

Wieder ist ein Monat vorbei und langsam aber sicher ist das Jahr dann doch nicht mehr so taufrisch … die Zeit vergeht und wie schnell wird mir erst heute wieder einmal bewusst. Eigentlich wollte ich dieses Monatsrückgeblicke sein lassen, es ist doch alles sehr ähnlich oder ich habe es schon erwähnt und endet immer wie folgt:
Im März habe ich 18 Mal meine Schuhe geschnürt und bin bei Regen und Wind, aber auch bei strahlendem Sonnenschein losgelaufen, mal schnell und mal gemütlich und letzten Sonntag wie bekannt sogar 15 Kilometer lang … insgesamt sind es *Sporttracks öffne und gucke, rechne zusammen – ne das kann nicht sein, noch mal gegenrechne, habe ich was doppelt – ne, nochmal und nochmal nachrechne* 164,39 Kilometer geworden. Tatsächlich!!
Keine Show, ich bin ehrlich überrascht, fassungslos und irgendwie verlegen hoch erfreut.

Soviel bin ich noch keinen vorherigen Monat gelaufen und mein Rekord lag bei 132 Kilometer aus November 2008. Alleine im März bin ich von hier bis nach Bonn gelaufen – zumindest was die Entfernung gesamt angeht oder im Durchschnitt jeden Tag  5,3 Kilometer gelaufen … so montasrückgeblicke ist doch ganz spaßig!

Nach nun bald zwei Jahren läuft es immer runder, zwar hackt es immer mal wieder aber es läuft und ich bin glücklich über jeden Kilometer – danke, das ich laufen darf!

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Ich laufe heute mit den Worten “Wenn es gut läuft bin ich in 90 Minuten zurück – wenn ich vor einer Stunde wieder da bin, dann frag nicht wie es war“ und der Gewissheit das er mich abholt wenn ich anrufen los. Ziellos und skeptisch, doch schon während der ersten Meter reift mein Plan an die Nidda zu laufen, dort an den Sternchens vorbei und nach 7,5 Kilometern umzudrehen und zurück. Simpel, aber es wären dann 15 Kilometer die ich erst einmal gelaufen bin. Das das nicht ideal ist, weiß ich – die längste Strecke waren dieses Jahr meine 13 Kilometer, die waren schon anstrengend für die Beine und das Fräulein Wade gibt es auch immer noch … aber ich will heute nicht vernünftig sein – ich bauch das heute für mich.
Der Himmel ist bewölkt, die Sonne verdeckt und wenige Tropfen fallen gleich auf mich herab. Aber Robbie begleitet mich heute und so laufen wir beide beschwingt Richtung Nidda. Spannend, den Gedanken ob und wie ich es schaffe verdränge ich – rede mir immer wieder gut zu und halte meine Option mit dem Anrufen für ideal und realistisch. Kilometer 4 bis 7,5 läuft ein Herr immer dicht hinter mir, er überholt nicht, ich höre seine Schritte und weiß das er da ist … komisch, aber ich weiß das ich nicht schneller werden darf und langsamer werden will und so lasse ich ihn dort wo er sich scheinbar wohlfühlt und versuche weiter möglichst gleichmäßig zu laufen. Tempogefühl habe ich immer noch nicht, aber ich kann wenigstens zwischenzeitlich ein Tempo durchlaufen ohne immense Differenzen in den Kilometern zu haben – das mach mich ja schon glücklich und vielleicht den Herrn auch?! Es läuft, Robbie singt und schwups an den Strenchens vorbei und schon ist der Kilometer 7,5 ist erreicht und nun muss der Herr alleine weiter laufen.

die Nidda Halbzeit für Fräulein Forerunnerin Blick mit der Nidda im Rücken

Leider an keiner schönen Stelle und die Sonne soll auch erst später heraus kommen, aber das kann ich nun auch nicht ändern und so knipse ich schnell mein „Beweis“-Foto und setzte mich langsam wieder in Bewegung Richtung zu Hause – sind ja nur noch 7,5 Kilometer. Das Anlaufen geht besser als gedacht und nun könnte ich von der Option zum ersten mal gebrauch machen. Aber nein, ich rufe nicht an und lasse mich nicht in Harheim abholen, statt dessen spiele ich mit dem wahnwitzigen Gedanken zu Hause noch eine Runde Park dranzuhängen. Die nächste Gelegenheit kommt und auch nun ist meine Option keine Option für mich. Obwohl ich bei Kilometer 11 stehen bleiben muss um meine Oberschenkel-Po-Maulstellle zu dehnen und ich die gelaufenen Kilometer doch schon spüre. Aber auch da geht das Anlaufen noch erstaunlich gut und die letzte Möglichkeit meiner Option ist bei Kilometer 13 und eigentlich kann ich auch nicht mehr gut – aber nein, die zwei laufe ich auch noch! Ob hier nun noch von laufen zu sprechen ist, bezweifle ich. Meine Beine sind müde, schwer und schreien auf ihre Art in dem sie einfach irgendwie weh tun und verdammt einfach nicht mehr wollen. Letztendlich komme ich laufend zu Hause an, laufe noch 120 Meter an der Haustür vorbei um auch wirklich die 15 voll zu machen und bin happy. Die Treppe in den ersten Stock bin ich schon mal flüssiger hoch gekommen aber dafür strahle ich wie blöde vor mich hin. Er fragt nicht, aber auch nur weil ich ihm meine Forerunnerin ohne Worte und die Nase halte.
Die Optionen anrufen zu können, tut unheimlich gut – auch wenn ich von Anfang an wusste das ich sie nie wirklich nutzen wollte.

so weit die Füße tragen ...

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Tapfer schinde ich mich im Studio wackle ich an den Geräten mit minimalen Gewichten rum und eigentlich macht mir das sogar Spaß. Aber eines mag ich nicht, macht mir gar keinen Spaß -  ganz zum Schluss auf die Matte für den Bauch (der es so nötig hätte). Ich ziehe brav mein Programm durch und viel zu oft lass ich dann den Bauch weg und flüchte schnell unter die Dusche. Genauso gestern. Als ich zu Hause bin ärgere ich mich mal wieder und da fällt mir eine DVD die ich in einer schwachen Minute mal im Supermarkt gegriffen hatte wieder ein. Warum ich so etwas immer mal wieder kaufe ist mir ein Rätsel, ich bin zu unkoordiniert um irgendwelche Bewegungen wirklich nachmachen zu können und nebenbei auch zu beschäftigt und vor allem faul das irgendwann noch in meinen Tag einzubauen.

Meine Matte lag noch vom morgendlichen Dehnen im Wohnzimmer, DVD an und das Kurzprogramm “Bauch Intensiv”  gestartet, 13 Minuten und gut ist. Puhh, mir wird heiß, ich zittere und schaffe es mehr schlecht als recht durchzuhalten. Hallo, Bauchmuskeln seit ihr da – 13 läppische Minuten müssten durchzuhalten sein!

Heute früh, der Wecker klingelt und ich drehe mich und *autsch* rolle mich aus dem Bett und *doppelautsch* ich habe Bauchmuskeln und die spüre ich Pienznaeschen heute mal! Zum lachen und zu weinen … aber ganz schmerzfrei kann ich nicht mal über mich selber lachen :) Erwähnte ich eigentlich schon das mir Muskelkater gefällt? Vielleicht raffe ich mich heute Abend nochmal auf, aber zur Gewohnheit wird das nicht reichen … trotzdem habe ich bestimmt noch irgendwo die ein oder andere DVD rumfliegen.

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Müde bin ich als ich heute morgen am Hauptbahnhof auf meinen Chef warte – irgendwie habe ich die letzte Nacht nicht gut geschlafen und es ist eisekalt. Wir fahren heute nach Köln um mit einem “Großen” zu meeten und ich darf mit – nicht sein Stellvertreter sondern ich! Alles läuft reibungslos was bedeutet das er gleichzeitig mit unserem Zug eintrifft, er sich zumindest nach seiner Aussage auskennt und wird deswegen dann auch prompt eine Station zu weit mit der U-Bahn fahren. Trotz unserem daraufhin folgenden kleinen Morgenspaziergang durch Köln kommen wir noch pünktlich an. Eine wirklich interessante Delegation ist angereist und trotzdem hätten wir uns die Fahrt schenken können war es nicht wirklich unser Thema. Anschließend geht es für mich Fleischfressendepflanze noch in ein Steakhaus – Salat ertränkt in nach Knobi schmeckender Cocktailsauce begleitet mich ab diesem Zeitpunkt bis jetzt noch durch den weitern Tag.
Im Zug zurück beschließt der Chef das wir nicht mehr arbeiten gehen und ich versuche mich nach langem mal wieder an den öffentlichen Verkehrsmitteln. Das letzte Stück mit dem Bus nach Hause, die Sonne strahlt und der Himmel ist blau wächst mein Bedürfnis zu laufen unermesslich und es reift mein Entschluss: 5 Kilometer „Tempo“-Dauerlauf!

Als ich zu Hause bin wird der Himmel sehr dunkel – egal – auf meiner Forerunnerchen habe ich noch ein Training gespeichert das aus einlaufen, knöpfchendrücken, 5 Kilometern @6,15 bis 6,30 Minuten und auslaufen bis zum knöpfchendrücken besteht. Schnell umgezogen und Margittas Empfehlung folgend in wadenfreien (in Pienznaeschenmanier inkl. langer Strümpfe) geht es los. Lockere zwei Kilometer und ich merke das es heute gut läuft und dann geht es los. Knöpfchen gedrückt – piep und versuchen möglichst das Tempo zu finden und zu halten. Bereits nach 500 Metern bin ich genervt, denn sie piept und piept und piept … sie schreit beinahe LANGSAMER aber ich kann will sie nicht hören! Nach dem ersten muss ich kurz an einer Ampel halten und bekomme erst nicht mit das ich stoppen muss (sonst kann sie das immer alleine – heute mit dem Training scheinbar nicht) und dann geht es weiter. Mir geht es “gut” und die kleine Ampelpause tut ihr übriges … piep – piep – langsamer – piep – piep! Der dritte Kilometer bricht an und es geht noch, der vierte und jetzt wird es wirklich immer schwerer und schwere das Tempo zu halten und ich schnaufe nicht schlecht … aber aufgeben gibt es nicht und irgendwann PIEPT-PFFFIIEPS und geschafft!! Langsam laufe ich weiter, noch zwei Kilometer und dann bin ich zu Hause. Erst fragt mich eine Dame nach dem Lersner´sches Schloss und 500 Meter weiter liegt ein kleiner Junge samt seinen Inlinern im Park auf der Nase und weint bitterlich. Ich konnte ihn zumindest ein wenig trösten und da er “nur” zwei kleinere Wunden an den Händen hatte und sonst Schützer und Helm trug habe ich ihn allein mit seinen beiden Geschwistern nach Hause gehen lassen, zumal mir so geschwitzt dann doch sehr schnell kalt wurde. Die letzten Meter wieder anzulaufen ist schwer aber nicht mehr weit und somit überwindbar.

Wie Ole (Leonies Freund) Sonntag so treffend formulierte “Ein cooles Geschenk hat Leonie bekommen” sage ich nun ein cooler Lauf war das und auch wenn es nur für mich persönlich schnell ist, bin ich gerade wie blöde stolz das ich die 5 Kilometer unter 30 Minuten laufen kann. Daran habe ich nicht geglaubt, nicht jetzt und damals war die Strecke ja eigentlich zu kurz. Weil ich so happy bin muss ich noch genauer werden: 28 Minuten und 56 Sekunden.
Das schreit quasi nach neuen Laufschuhen und ich hätte gerne, wenn es mit meinen Füssen passt mal ein Paar Mizuno.
Nö, ich brauche eigentlich noch keine neuen aber ich finde das wäre nur eine angemessene Belohnung, oder? (Das Oder ist keine Frage bzw. es kann nur mit Zustimmung beantwortet werden;) )

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