unser Kindergarten

19. Dezember 2015 · 1 comment

Vor ungefähr vier Wochen klingelte das Telefon und weckte das schlafende kleinste Pienz unser Wunschkindergarten rief an, denn es gab einen Platz für den kleinen Mann. Die Frage ob er denn zwischenzeitlich schon woanders in den Kindergarten gehen würde, bejahte ich wahrheitsgemäß und damit waren wir raus. Denn der Kirchenvorstand hat beschlossen, das es keine Konkurrenz geben soll. Hachjanun. Ich weinte wieder ein paar bittere Tränen. Aber janunhach.

Heute klingelte das Telefon wieder, denn es gibt nun doch einen Platz für den kleinen Mann und die Dame fragte ob wir diesen noch haben möchten? Ich atmete einmal tief durch und erklärte warum wir den Platz nicht mehr benötigen – ganz ohne viel hachnunja. Nach wie vor wäre der Wunschkindergarten mein Wunsch für den kleinen Mann, aber es sollte wohl nicht so sein. Der kleine Mann ist heute glücklich in seinem Kindergarten und das ist das, was zählt und das war heute auch der ausschlaggebende Punkt, ohne zu zögern oder vorher mit dem großen Mann zu sprechen, den lang ersehnten Platz nicht zu nehmen.
Vielleicht ist nicht alles ideal in unserem Kindergarten, aber wo ist das schon? In den vergangen Wochen habe ich mit so vielen frischen Kindergartenmamas aus verschiedenen Einrichtungen gesprochen und überall gibt es kleine oder gar größere Haken. Bei uns gibt es nur kleine Haken und somit nichts, was so gar nicht geht, der kleine Mann ist, durch mein Zutun (ohne das ich es damals wusste) in der tollsten Gruppe der Einrichtung gelandet und wenn wir ihn besonders fördern möchten, ist das kindergartenunabhängig nachmittags jederzeit möglich. Der kleine Mann hat sich bereits zwei Freunde ausgesucht und gefunden und würde am liebsten mittags noch bleiben statt mit zu gehen. Seit ich den kleinen Mann vor zwei Wochen auf der Weihnachtsfeier in seinem Kindergarten erlebt habe, weiß ich ganz sicher das er gut angekommen, mittendrin und glücklich dort ist. Mein Herz schlägt seit dem einen Schlag schneller, denn das ist, was ich mir für ihn am meisten wünsche.

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Manuela Hamm Dezember 19, 2015 um 23:34

Liebe Julia,
das war mit Sicherheit eine gute und die richtige Entscheidung. Wenn es dem kleinen Mann dort gut geht, warum ihn dann herausreißen aus der Gruppe und weg von den neuen Freunden?
Alles ist gut so, wie es ist :-)
Herzliche Grüße, Manuela

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