Nach Erkältung mit bösem Husten inklusive fieser Nebenhöhlenentzündung und Umzug stand ich heute das erste Mal seit zwei Wochen wieder in meinen Laufschuhen. Die Kondition, die ich mal hatte habe ich abgeschrieben und den Regen abgewartet in der Hoffnung das sich die Schwüle etwas legen könnte, was sie nicht tat. Alles in Allem nicht ideal aber machbar. Schuhe vor die Tür gestellt, schnell noch was getrunken und samt Schlüssel einen gewagten Sprung auf die Fußmatte die als Baustaubabwehr dient. Schnell die Tür zugezogen damit Katz nicht verstört raus rennt und als ich abschließen will bekomme ich Atmennot: ich habe den alten Wohnungsschlüsselt in der Hand und der neue liegt auf dem Sideboard – wenigstens mein Handy habe ich mit.
Der Mann rettet seit heute Nacht die Welt und ist am Ende seiner Nerven und Kräfte angelangt und steht endlos unter Strom. Aber nützt ja nichts, ich bete das er einen Schlüssel mit haben mag und nicht alle drinnen liegen. Er geht ran, er hat einen Schlüssel und er bringt ihn mir während ich durch den Ort laufe um sofort parat zur Schlüsselübergabe zu sein. Als mein Handy 18 Minuten später klingelt stehe ich doch etwas weiter in den Feldern und er fährt mir entgegen, hält mit quietschenden Rädern vor mir, reicht mir den Schlüssel und düst wieder los zu seinem Ram das just in dem Moment per Kurier eintrifft als ich mich aussprerre.
So irgendwie gestresst trotte ich durch die Gegend, anstrengend und warm ist es, ich kann nur ganz langsam und mit großer Anstregung laufen und trotzdem schaffe ich es einen Ort weiter und zurück in einem kleinen Borgen – statt um das Haus herum, kürze ich zwischen den Häusern ab und stehe mit dem Schlüssel des Mannes vor der Haustür. Geschafft. Als Belohnung teste ich meine extralange Badewanne aus … die passt wenigstens.
Wäre ja langweilig wenn alles glatt laufen würde 





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