Nach dem gestrigen heißen Tag gab es keine Zweifel, Wecker auf 05.00 Uhr.
Der klingelte dann auch pünktlich und ich stand umgehend und unheimlich tapfer auf. Haderte innerlich mit meinem mir selbst auferlegten Schicksal und dachte nur immer wieder an die Tipps so schnell wie möglich los. Die eine Katze hebt nur kurz ihr Köpfchen, leg dieses wieder ab und denkt sich garantiert das ich verrück geworden bin – die andere sitzt quietsch vergnügt im kleinen Zimmer auf der Fensterbank und guckt Schwalben-TV und der Dirk schlummert seelig weiter. Es ist still im Haus, ich trink Wasser, ziehe mich an und tatsächlich stehe ich gute 20 Minuten später vor der Tür.
Die ersten Schritte sind schwerfällig, laufen unrund und ich bin unschlüssig wohin es gehen soll … in die Felder, nicht wirklich so früh allein? Also erstmal eine Runde durch den Ort …
♦ wunderbare Stille eine schlafenden Stadt
♦ Tau der sich kalt und nass beim Vorbeilaufen an Gräsern spüren lässt
♦ Katzen deren Augen von der nächtlichen Mäusejagd funkeln
♦ fürchterlich lautes Froschgequacke
♦ die orange aufgehende Sonne … das Anbrechen des Tages
♦ den Fischreiher wie er ganz starr im Teich steht
♦ die zu dieser Tageszeit noch satt blau blühenden Kornblumen
♦ ehrfürchtig irgendwie – wunderbar
♦ so vieles mehr …
… dann doch noch die 5 Kilometerrunde durch die Felder und noch einen kleinen Schlenker – fertig!
Einziger Wermutstropfen das ich jetzt allein frühstücke, aber das habe ich eben beim schreiben auch erledigt. Auf in den neuen Tag, etwas später als sonst aber dafür sehr beschwingt.
Immer kann ich das nicht, aber es ist mal sehr sehr schön!

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