Frankfurt

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Heute wurdet ihr geborgen, vielmehr habe ich beschlossen das es heute war … ihr wurdet verwaist gefunden und von einer Ziehmama aufgezogen und kamt dann zu uns.

Wie kam es dazu? (darf ich hole ein wenig ausholen?)
Als ich vor nun über sechs Jahren zu dem ♥-Mann gezogen bin, arbeitet dieser sehr viel heute ein bisschen weniger und eben anders aufgeteilt und ich kannte niemanden in der fremden Stadt. Eine Grundvoraussetzung für meinen Umzug war, das er abends um 22.00 Uhr zu Hause ist (was im Vergleich zu “bis in die Nacht arbeiten” dann doch früh war) um wenigstens etwas voneinander zu haben – sonst hätte ich in Hamburg bleiben können.
Da ich nicht so lange arbeite wie er, war ich viel allein, niemand erwartete mich und Heimweh hatte ich auch noch dazu. Wenn er dann heim kam, erwartete ich ihn – er wurde also sehnsüchtig erwartet.

Die folgende Szene gab es mehr als einmal.

ich: “Schaaaaaatz, ich möchte eine Katze haben.”

Er: “Ich will einen Hund.”
(es folgte die endlose Diskussion wer denn mit dem Hund raus gehen sollte und das Katzen m.E. viel wunderbarer sind … )

Es war ein Samstagabend, wir saßen nach dem Essen noch am Tisch, es hatte die oben beschriebene Szene nicht gerade stattgefunden und trotzdem hatte der Mann scheinbar ein Herz und sagte, für mich vollkommen unerwartet:

Er: “Na gut, ich dachte ich hätte ein Weihnachtsgeschenk für Dich – aber so lange hälst du das ja nicht mehr aus. Dann schau halt wo es Katzen gibt.”
(er grummelte dann ein wenig vor sich hin, aber das überhörte ich gekonnt.)

ich: o.k. :)

Dann ging alles ganz fix, wir standen im Katzenschutzverein und es wurde uns sehr freundlich aber auch bestimmt erklärt das wir entweder zwei oder gar keine Katze bekommen könnten, weil eine Katze allein ihr Leben lang nur darauf warten würde das wir heimkommen (eine Katze sollte nicht das gleiche “Schicksal” wie ich haben). So wurden es, nach einigem Hin und Her und einer Woche Warten zwei kleine Katzenmädchen. Eigentlich wollte sie uns Katzenanfängern nicht wirklich gerne zwei Kitten vermitteln, aber als wir Marzipan gesehen hatten (SchisserChampi lies sich damals schon nicht blicken) war es passiert und zu spät.
An diesem Samstag zogen die Katzenmädchen mit Kratzbaum und allem was katz so braucht bei uns und vor allem in unseren Herzen ein.

So seid ihr zu uns gekommen, menschenscheu und winzig klein.
Die erste Nacht verbrachtet ihr kläglich mauend unter dem Schuhschrank … die ersten Tage dann in der Ecke hinter dem Kleiderschrank … Stunden, Tage habe ich auf dem Boden gesessen und mich langsam angenähert bis irgendwann Marzi das erste mal auf meinen Schoß hopste und sich dort wackelig hinlegte und dann kam Champi nach. Dann gucktet Ihr am Fenster wann ich kam um mich dann an der Tür zu erwarten … unzählige Tränen habt ihr getrocknet, unzählige Male habt ihr uns schmelzen lassen, uns verzückt …  Auf Euch ist verlass und ich mag mir ein zu Hause ohne euch nicht mehr vorstellen. Ihr seit eigen und manchmal anstrengend und die besten Katzenmädchen überhaupt.

Wie die Zeit vergeht … sechs Jahre seid ihr heute, happy Miezday!!

Noch so am Rande:
Der Mann, der ja so viel lieber einen Hund gehabt hätte, liebt die beiden abgöttisch und krault Marzi jeden morgen ins Extase.
Die Katzenmädchen haben sogar mehr Follower-Freude als ich ;)

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Ich stehe in einem großen leeren Raum.
4 Jahre war dies unser Wohnzimmer, unser Zuhause.

Meine pinke Schlafzimmerwand ist längst geweißt.
Die Möbel stehen an einem neuen Platz.
Die Katzenmädchen sitzen in ihren Transportern und sind mehr oder weniger umzugsbereit.

Tief atmen.
Meine Schritten hallen als ich mich umdrehe.
Abschied nehmen.
Tür schließen.

Als sich unsere neue Tür öffnet, in unserem neuen zu Hause
beginnt alles neu und geht doch einfach nur weiter.

Das es den Katzenmädchen und besonders meinem Champelchen sehr schlecht geht und ich aus Sorge nicht mehr weiß was ich für sie tun kann, es immer noch verdammt baustellig ist, ich dem Dreck kaum mit putzen hinterher komme und wir kein Telefon haben, das alles und den Rest  erwähne ich jetzt nicht.

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Ich wollte hier heute noch so viel schreiben … aber nun fehlt mir die Ruhe und die Worte sowieso.

Meine Eltern und die liebste Trauzeugin sind gut und sicher in Frankfurt angekommen, der Schwager sitzt in Spanien fest und wir hoffen das es noch rechtzeitig fliegen kann – das gewisse liebe Menschen morgen leider nicht da sein werden, das weiß ich und trotzdem stimmt es mich etwas traurig. Ansonsten ist alles soweit geplant und wie das alles hinhaut werden wir morgen live ausprobieren.

Morgen.

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Nein, ich bin nicht schwanger.

Manchmal kommt alles anders als gedacht und dann nochmal ganz anders und viel besser :)

Was die letzten Wochen so vor sich ging wurde heute unterschrieben und besiegelt.
So oft unterschreibe ich gedankenverloren ein Zettelchen an irgendeiner Kasse, im Job bestätige mit meiner Unterschrift was auch immer und heute setzte ich meine Unterschrift unter den Notarvertrag und somit bin ich Wohnungseigentümerin.

War das geplant?
Nö, so gar nicht! Ich laufe, was ja bekannt ist und dies öfter durch einen Ort in der Nähe und da entdeckte ich ein Bauschild auf dem man mir Eigentumswohnungen verkaufen wollte. Oft gedacht müssen wir uns mal angucken und doch wieder vergessen und irgendwann kam dann ein Sonntag an dem es passte. Wir guckten unverbindlich, “die” Wohnung war noch zu haben und irgendwie verliebten wir uns. Ein altes Hofgut wurde abgerissen und ein neues Haus errichtet, mitten im alten Ortskern. 5 Tage später kam mein Papa mit der Bahn angerollt zum angucken – weil Julchen eine weitere für sie sehr wertvolle Meinung brauchte und als der Papa in den Zug stiegt, drehte er sich um und bestärkte sein Töchterchen mit einem einzigen Satz (er weiß wie schwer ich mich mit Entscheidungen tun kann). Was dann folgte war der ewige innere Kampf Bauch gegen Kopf und irgendwann hatte mein Bauch den Kopf überredet bekommen. Dann folgte ein trauriger Akt mit Banken weil wer viel arbeitet und das selbst und ständig wird von Banken nicht gerne umgarnt. Dieser letzte Akt hat dann nochmal ordentlich an mir genagt – doch letztendlich hat es dann ein gutes Ende genommen.

In guten 8 Wochen können wir einziehen in unser eigenes Zuhause, unser Heim, unsere 4 Wände, unseren Rückzugsort, unser Nest … wir müssen dürfen uns jetzt noch das Parkett, die Fliesen und was weiß ich noch alles aussuchen und dann werden wir bald ein Ehepaar in den eigenen vier Wänden sein. Älter werden und spießig sein tut gar nicht so weh wie gedacht ;)
Unsere Hochzeit wird trotz allem stattfinden, aber eben anders als zuerst gedacht – ganz klein, ganz privat und trotzdem schön und wenn irgendwann mal ein wenig mehr Planung dahinter steckt verrate ich auch das noch.

Und nun öffne ich meinen alkoholfreien Sekt (jaha, ich trink bis Ostern keinen Alkohol was ich ja sonst bis zum Abwinken tue und naschen tue ich auch nicht *stolzwienixgutesbin*) und stoße mit dem ♥-Mann an.
Ohhhhahhhhh das ist alles so aufregend für ein Pienznaeschen und gleichzeitig noch so unwirklich und doch wirklich – die letzten Wochen waren für mich die Entscheidungstechnisch die schlimmsten und die Erleichterung ist nun um so größer.

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Wenn man lange auf etwas warten muss, weil andere Menschen entscheiden müssen und nichts tun kann außer eben abwarten – dann zehrt das ganz fürchterlich an den Nerven und an meinen besonders.

Eben kam es.
Ein Fax, schwarze Zeichen auf weißem Papier.
Erleichterung.

Sorry, so kryptisch weil so abergläubisch,
aber nur noch bis Montag ein leichtes Luftanhalten.

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… habe ich hier aktuell.

Ich laufe … ich laufe nicht weit, ich laufe nicht schnell aber ich laufe meine Runde und bin damit zufrieden – laufen ist das was mich erdet.
Im Moment gibt es was Neues zu entscheiden, was einen ganzen Rattenschwanz von weiteren Entscheidungen mit sich zieht und unheimlich viel Aufregendes mit sich bringt. Hatte ich schon mal erwähnt das ich mich grundsätzlich egal ob welche Marmelade aufs Brot, welches Auto kaufen oder was auch immer gerade anstehen mag ich mich so gut wie nicht entscheiden kann? Und das der ♥-Mann mir keine wichtigen Entscheidungen abnehmen will, das macht er einfach nicht! weil er weiß wie das endet. Ich stecke also inmitten einer persönlich hoch stressigen Situation und ziehe soviel Ruhe aus dem Laufen, das Zeit und Strecke nebensächlich sind. O.k. ich war niemals wirklich ambitioniert und doch nun noch weniger als jemals zu vorher … ob sich das auch wieder ein wenig wenden mag, irgendwann in einer ruhigeren Zeit will ich nicht ausschließen – aber aktuell, gerade so wie es läuft genieße ich das einfach “nur” Laufen und mit jedem Lauf wird meine Entscheidung etwas fester und sicherer.

Nein, ich bin nicht schwanger und es ist auch nix dramatisches und trotzdem nenne ich es nicht beim Namen weil ich abergläubisch bin.

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