Geständnis

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eben im Stoffladen:

ich: Und davon, von dem hätte ich gerne noch 0,8 Meter. kurze Pause Ach was, ich nehm einen Meter, warum nicht?!

Verkäuferin: Der Stoff ist teuer guckt aufs Preisschild da machen 20cm 3,60 EUR aus und dafür bekommen sie ein Brot. Und ein Brot ist ein Brot.

ich: verlegen Sie haben mich überzeugt, ich nehme 0,8 Meter.

Warum kaufe ich Stoff? Weil ich aus einer Laune heraus eine Nähmaschine gekauft habe um das  mal zu probieren … ohne groß drüber nach zu denken einfach gekauft. Wir sind der in der glücklichen Lage und können dies, wir arbeiten beide und müssen nicht jeden Pfennig umdrehen (dafür will ich mich auch nicht rechtfertigen) und trotzdem oder gerade deswegen hat es mich erschrocken – ich hätte nicht gewusst was ein Brot kostet bzw.  über den Preis nicht nachgedacht. (zu meiner Verteidigung: wir sind keine großen Brotesser und wenn dann backe ich meist selbst).

Ich kaufe einfach, wenn ich etwas haben möchte.

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Wenn alles auf einmal kommt (was es ja bekanntlich immer gerne tut), nichts glatt laufen will, es mehr Arbeit als synchron handelbar ist gibt, die Hüfte einem das Laufen verwehrt, die Katz immer noch matschaugig ist … dann mutiert der Mann zum ollen Besserwisser und ich zur kleinen Zicke.

Wir lieben uns trotzdem und das sollte sich trotz allem auch nicht innerhalb der nächsten 46 Tage ändern.

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Es geschah vor nun genau 13 Wochen, ich ging nicht ins Studio.

Sommer, Sonne und wir fuhren mittwochs lieber gemeinsam Rad und montags, ja montags hatte ich keine Lust, es war ja auch so warm … hachja …
Ausreden gab es genügend und seit zwei, drei Wochen die des nächsten Montag, nächsten Mittwoch etc.

Schön blöd ist das! Vor allem wenn man die 17 Monate vorher so regelmäßig an seinen Mini-Pienz-Gewichten gewackelt hatte und noch dazu das Gefühl hatte das es etwas bringt. Schön blöd ist das!

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Der verdammte Knopf der Jeans geht nur noch schwer zu und sie ist nicht das einzige Kleidungsstück das etwas enger sitzt als ursprünglich …

… ein zwar sehr schleichender, aber ein Prozess !!
Werde mich bei dem Naschkram zügeln, nicht in Panik ausbrechen und nun erstmal laufen gehen.

Es muss nicht immer alles kommentiert werden ;) auch wenn ich mich sonst über jedes Kommentar von jedem wirklich arg freue.

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Morgen ist der große J.P. Morgan Firmen-Lauf und ich laufe mit, was an sich noch kein wirkliches Geständnis ist. Aber jetzt kommt es: ich laufe eben nicht im Namen meines Arbeitgebers, sondern im Namen und T-Shirt einer ganz anderen Firma. Jetzt ist es mir doch beinahe unheimlich … ich fühl mich nicht so verbunden oder bin ach so stolz bei XY zu arbeiten … irgendwie nicht.
Bin ich nun ein schlechter Mitarbeiter?
Satt in einer großen Traube von blauen XY-T-Shirts unter zu gehen laufe ich mit fünf programmierenden Jungs und dem einen Chef* zusammen für die Black Point Arts GmbH, in einem T-Shirt welches es aktuell noch gar nicht gibt, welches aber gerade im Druck sein sollte. Blut ist dicker als Wasser oder anders, es gibt eben die persönlichen ♥-Verflechtung zu dem Laden.

Bestimmt wird es proppe voll, ich hoffe das wir laufen können und gleichzeitig das es zum Anfang nicht zu schnell möglich ist, denn ich war eben noch sieben Kilometer laufen und würde morgen doch gerne die Jungs in die Tasche stecken, reines Wunschdenken.
Aber Hauptsache ist es macht Spaß!

*auf Wunsch des Herrn Pienz wurden aus den ursprünglich sechs propgarmmierenden Jungs fünf (wenn er dies nun liest wird ihm die neue Formulierung nicht besser gefallen – wird aber nicht nochmal geändert.

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