morgens

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In Weise Voraussicht bin ich heute 59 Minuten vor dem Sonnenaufgang laufen gewesen. Es war erst stockfinster, kühl, einsam und doch großartig in den beginnenden Tag und mit der aufgehenden Sonne zu laufen … mein Atem machte Wölkchen, so gut wie keine Menschenseele war auf den Straßen unterwegs, sieben Katzen sind mir statt dessen begegne (eine schmieß sich vor meine Füße und wollte gekrault werden) und sonst gab es nur die aufgehende Sonne, meinen gleichmäßigen Schritt, angenehme und nur beinahe schwüle Luft und himmlische Ruhe. Aufgrund der Dunkelheit lief ich viermal die gleiche Runde durch den Ort, die erste mit Straßenlaternen und Nacht und die letzte mit einem rosa Himmel … der Tag hatte begonnen.
Wieder einmal denke ich das es so wunderbar ist und ich es öfter tun müsste – aber es ist mir definitiv zu früh für Immer und so bleibt es eben eine absolute Besonderheit.

Und sonst war es einfach nur heiß!

Hoher Besuch im Büro, ein anstrengender Tag, eine weiße Bluse die schwitzend definitiv nicht besser aussieht und viel Rumgestehe und –gesitze bis der Rock am Popo klebt.

Auf der Heimfahrt zeigt das Thermometer im Auto 36 Grad, das Außenthermometer auf dem Balkon (das wohl gemerkt seit Mittag im Schatten hängt) zeigte um 18.19 Uhr noch 34,9 Grad und auch jetzt sind es noch 32,1 Grad draußen.

Ich habe Hitzepickle die wie blöde jucken.

Die Tigerdamen liegen lang ausgestreckt auf dem kühlen Parkett und nur Champagner möchte wie immer und unbeirrt von den aktuellen Temperaturen auf meinem Schoss sitzen. Wunderbar bei den Temperaturen eine bepelzte Wärmflasche zu haben.

Von dem angekündigte Gewitter sieht man noch nichts … vielleicht bleiben wir ja verschont!?

Und wenn es etwas abgekühlt hat und der ♥-Mann zu Hause ist, dann werden wir einen lauen Sommerabend auf dem Balkon genießen – der Rose steht schon im Kühlschrank.

Sommer, ich mag Dich trotzdem!!

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Das hat mein Ego dringend gebraucht!

Der letzte Sonntag ist zwar abgehackt und trotzdem nicht ganz getilgt, Dienstag lief ich mit schweren Beinen gute sechs Kilometer, Donnerstag nur fünf bei unheimlich schwülen Wetter und querem Kopf und Samstagmorgen liefen wir 8,5 Kilometer zusammen mit ein wenig Auf- und Ab durch die Felder – was schon mal ein kleiner Schub für mein Ego war.

Heute früh sollten es mehr werden, alleine musste ich mir zeigen das ich laufen kann.
So ging es um neun Uhr, vor der großen Hitze und mit einem kleinen Frühstück im Bauch los Richtung Nidda und dann immer flussaufwärts bis Kilometer 7, nein noch 500 Meter weiter und noch 500 Meter bis zu Kilometer 8. Hier mache ich schnell ein Foto, von dem eine ganz bestimmte Person weiß was es damit auf sich hat und drehe mit dem wunderbaren Wissen zu Hause die 16 Kilometer auf der Uhr stehen haben um. Die letzten drei Kilometer sind anstrengend, die Sonne knallt nun doch schon arg aber das ist egal, denn ich komme zu Hause an. Geschafft und glücklich!
Standortbestimmung

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Grundsätzlich war er lange geplant und es sollte ein weitere Versuch werden. Plötzlich kamen mir Zweifel, das Wetter wollte zu warm werden, meine Fitness mich die letzte Zeit verlassen, es gibt einen Berg auf der Strecke den man zwei Mal (es sollte noch schlimmer kommen) hoch muss und überhaupt und sowieso verließ mich mein Mut. In Pienznaeschenmanier hin- und herüberlegt, eigentlich schon gecancelt und dann kam Sabine, die auch in Karben laufen wollte und dann habe ich doch spontan beschlossen zu laufen.

So klingelt der Wecker recht früh, der Himmel war bedeckt und die Luft schwül, gedopte wurde mit einem selbstgebackenem Nusszopf und dann wurde es hektisch, noch Kaugummis an der Tanke kaufen, nochmal schnell nach Hause weil dort die Kopfhörer vergessen lagen, Finger in der Tür geklemmt … schnell nachmelden, an den Start und dann peng los geht es. Der Rest ist schnell erzähl. Gleich geht den Berg hoch und wir laufen in die für mich gedachte falsche Richtung, so dass wir den Berg letztendlich drei Mal hoch müssen. Es ist mir zu schwül, es ist einfach nur anstrengenden, mir ist warm und den Schnitt zu halten kostet unheimlich Kraft.

Karbener Stadtlauf #1 ohne Worte die Schuhe könnte es

Bis Kilometer 7 bin ich noch im Schnitt und dann, dann geht es nicht mehr. Mein Köpfchen beschließt nicht mehr zu können und ich gehe ein Stück, zwar zügig aber ich gehe. Damit beginnt die Drama, dem ♥-Mann brummle ich irgendwas vor das er laufen soll (denken tue ich das er auf mich warten soll) und der Abstand zu ihm wird größer, ich laufe wieder an, schließe auf, überhole ihn und gehe wieder ein Stück, er überholt mich wieder und ich laufe wieder irgendwann an … so vergehen Kilometer 7 (6.31 Minuten) und Kilometer 8 (6.39 Minuten) und irgendwann beim Kilometer 9 (6.05 Minuten) laufe ich wieder an, schließe wieder auf und beschließe nicht mehr zu gehen. Kurz bevor wir das letzte mal den Berg geschafft haben höre ich hinter mir nur ein “jetzt lauf” und dann laufe ich so schnell ich noch kann und fühle mich sogar noch schnell so das der letzte Kilometer mit Berg und Endspurt sogar noch in 5.59 Minuten passiert. Selbst gestoppt 1:00:56 und offiziell 1:01.11, tja und somit wieder einmal nicht geschafft.
Ich frage mich ob ich einfach nur zu früh aufgebe oder aber ob ich wirklich nicht mehr kann? Was wäre wenn ich weiter laufen würde? Würde ich irgendwann umkippen oder weiter können … wenn ich es nicht probiere werde ich es nie erfahren (aber es fühlt sich an als wenn es nicht mehr ginge).
Fakt ist das dieses Gehen und Laufen absoluter Murks war!


Gerade im Ziel angekommen, noch nach Luft schnappend und irgendwas zwischen enttäuscht und froh im Ziel zu sein kommt Sabine auf mich zu, wir wechseln ein paar Worte (ich glaube ich war nicht wirklich großartig redefähig) und ich blöd, blöd, blöd ...freu mich sie live zusehen und bald, bald quatschen wir mal gemütlicher zusammen und darauf freu ich mich.
Dann muss aber der obligatorische Streusselkuchen her und die Welt versöhnt sich wieder mit mir … völlige Versöhnung gab es dann eben, frisch geduscht bei einem Eiscafe auf dem Balkon und der Feststellung des Mannes, das wir eben keine Pfälzerwaldläufer sind und alle die etwas bergiges Gelände gewöhnt sind, dürfen nun gerne, laut und ohne vorgehaltene Hand öffentlich lachen.

der Retter in der Not: Streußelkuchen Halbmarathon Laufschwein Karbener Stadtlauf #2

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Nach dem gestrigen heißen Tag gab es keine Zweifel, Wecker auf 05.00 Uhr.
Der klingelte dann auch pünktlich und ich stand umgehend und unheimlich tapfer auf. Haderte innerlich mit meinem mir selbst auferlegten Schicksal und dachte nur immer wieder an die Tipps so schnell wie möglich los. Die eine Katze hebt nur kurz ihr Köpfchen, leg dieses wieder ab und denkt sich garantiert das ich verrück geworden bin – die andere sitzt quietsch vergnügt im kleinen Zimmer auf der Fensterbank und guckt Schwalben-TV und der Dirk schlummert seelig weiter. Es ist still im Haus, ich trink Wasser, ziehe mich an und tatsächlich stehe ich gute 20 Minuten später vor der Tür.

Die ersten Schritte sind schwerfällig, laufen unrund und ich bin unschlüssig wohin es gehen soll … in die Felder, nicht wirklich so früh allein? Also erstmal eine Runde durch den Ort …

♦ wunderbare Stille eine schlafenden Stadt
♦ Tau der sich kalt und nass beim Vorbeilaufen an Gräsern spüren lässt
♦ Katzen deren Augen von der nächtlichen Mäusejagd funkeln
♦ fürchterlich lautes Froschgequacke
♦ die orange aufgehende Sonne … das Anbrechen des Tages
♦ den Fischreiher wie er ganz starr im Teich steht
♦ die zu dieser Tageszeit noch satt blau blühenden Kornblumen
♦ ehrfürchtig irgendwie – wunderbar
♦ so vieles mehr …

… dann doch noch die 5 Kilometerrunde durch die Felder und noch einen kleinen Schlenker – fertig!

Einziger Wermutstropfen das ich jetzt allein frühstücke, aber das habe ich eben beim schreiben auch erledigt. Auf in den neuen Tag, etwas später als sonst aber dafür sehr beschwingt.

Immer kann ich das nicht, aber es ist mal sehr sehr schön!

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