Nidda

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Der letzte Urlaubstag für mich, die Katz lässt mich ausschlafen weil der ♥-Mann sie bereits versorgt hat und als ich dann die Augen aufschlage liegen zwei lebende Felle dösend auf mir und der Wecker zeigt 8:46 Uhr. Leicht geschockt das ich so lange geschlafen habe stehe ich auf, öffne den Rolladen und NEIN: Neuschnee über Neuschnee, alles ist weiß! Da bin ich gestern nicht gelaufen, weil es heute so gut passte und nun das! Ich mag Schneelandschaften, wirklich und Schnee ist toll aber so langsam hätte ich davon dann auch genug.

Gemütlich gefrühstückt, rumgedrömelt, gehauselft und heute Nachmittag ging es dann endlich raus. Und was passiert, nachdem ich zwei Schneekilometer hinter mich gebracht habe treffe ich auf geräumte Weg. Ungläubig schaue ich die Wege im Park in Massenheim sing geräumt, die Wege an der Nidda sind geräumt und meiner Meinung wurde da auch Salz eingesetzt – egal ob Beton-, Sand- oder Steinweg alles ist schneefrei. So laufe ich vor mich hin und versuche mir zu überlegen ob ich das nun gut oder nicht finden soll: zum Laufen toll, für die Natur und die Winterlandschaft fürchterlich. Nachdem ich die Wege so nehme wie sie sind schweifen meine Gedanken … soviel ist in meinem Kopf, soviel will gedacht und bedacht werden und ich laufe und sortiere meine Gedanken wieder neu.

Nach dem Urlaub, wieder zurück im Alltag angekommen – schön war´s, weiter geht es!

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Da wir heute Pfefferkuchenhäuschenbastel-Besuch erwarteten und ich trotzdem laufen wollte, musste ich mich für einen Sonntag doch zeitig auf die Socken machen.

pinkeSockeBei dem drückend grauen Himmel mussten heute quasi die pinken Socken eingeweiht werden und so ging es dann kurz nach dem Regen, eigentlich schon zu viel spät aber mit leuchtenden Socken los. Nach den letzten zähen Wochen sollte es mal wieder etwas länger werden, denn schließlich gibt es ja noch eine Aufgabe in diesem Jahr zu erledigen und so sollten es irgendwie 14 Kilometer schon werden. Also auf zur Nidda an einem Novembertag der doch wärmer war als er es hätte sein sollen und der Unsicherheit im Gepäck wie weit ich kommen würde. Als ich gestern mit dem Mann durch Massenheim lief, berichtete ich ihm wehmütig das der graue Fischreiher seit dem Sommer nicht mehr gesehen wurde und wir spekulierten wo dieser denn nun sein könnte. Heute, nach nicht mal ganz drei Kilometern watete er durch den Erlenbach und ich konnte vor Überraschung nicht schnell genug das Handy zücken – aber er ist (wieder) da und irgendwann habe ich ihn auf einem Foto. An der Nidda angekommen war auch die Sonne heraus gekommen und mir wurde mit Shirt und Jacke doch etwas zu warm. So entschied ich mich nicht flussabwärts sondern aufwärts zum Römerbrunnen zu laufen. Als ich einen Schluck aus diesem trank und mich auf den Rückweg machte, hatte ich ca. 700 Meter mehr auf der Uhr als geplant. Jetzt musste ich mich entscheiden zwischen abkürzen und mit 14 Kilometern heim kommen oder aber den geplanten Weg zurück laufen und die 15 Kilometer auf der Uhr stehen haben?  Jo, es musst sein – für den Kopf. Zugegeben waren die letzten drei Kilometer für die Beine doch arg anstrengend, aber ich bin zu Hause laufend angekommen. Glücklich, erschöpft und motiviert!

Schnell in die Wanne und dann kam auch schon Leonie und es ging los.

Leonie

Hach, ist diese kleine Motte süß … ein Wirbelwind und es gibt keine ruhige Minute, statt dessen immer Dauerpower und Action und hach … einfach nur goldig …

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Das hat mein Ego dringend gebraucht!

Der letzte Sonntag ist zwar abgehackt und trotzdem nicht ganz getilgt, Dienstag lief ich mit schweren Beinen gute sechs Kilometer, Donnerstag nur fünf bei unheimlich schwülen Wetter und querem Kopf und Samstagmorgen liefen wir 8,5 Kilometer zusammen mit ein wenig Auf- und Ab durch die Felder – was schon mal ein kleiner Schub für mein Ego war.

Heute früh sollten es mehr werden, alleine musste ich mir zeigen das ich laufen kann.
So ging es um neun Uhr, vor der großen Hitze und mit einem kleinen Frühstück im Bauch los Richtung Nidda und dann immer flussaufwärts bis Kilometer 7, nein noch 500 Meter weiter und noch 500 Meter bis zu Kilometer 8. Hier mache ich schnell ein Foto, von dem eine ganz bestimmte Person weiß was es damit auf sich hat und drehe mit dem wunderbaren Wissen zu Hause die 16 Kilometer auf der Uhr stehen haben um. Die letzten drei Kilometer sind anstrengend, die Sonne knallt nun doch schon arg aber das ist egal, denn ich komme zu Hause an. Geschafft und glücklich!
Standortbestimmung

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Genau genommen waren es 17,22 Kilometer und ich war genau 2 Stunden unterwegs. Das ist mein Rekord, so weit bin ich noch nie gelaufen und so lange war ich auch noch nie unterwegs. Rekord, Rekord, Rekord und doch irgendwie erschreckend “unspektakulär” – es lief so vor sich hin, viele Läufer waren an der Nidda unterwegs und ein wenig windig war es dazu. Das Wetter den ganzen Tag schon wechselhaft mit blauem sonnigen Himmel und anschließendem dunklem grau mit starken Regengüssen. So starte ich erst nachmittags bei 21 Grad inklusive Sonnenschein und da ich meine Jacke unschön umgeknotet habe, wird mich der Regen auch sehr sicher nicht begrüßen. Laufe zur Nidda, nach Harheim und kehre dort um, sehe jetzt den dunkler werdenden Himmel, laufe ein Stück weiter als der Römerbrunnen und kehre dann auch dort wieder um. Kurzer Zwischenstopp am Brunnen um mich dort zu erfrischen und ein Foto von dem “orangenen Nass” zu machen, das Wetter kurz zu beäugen, den extremen Unterschied festzuhalten und festzustellen das ich doch noch in den Genuss des Regens kommen könnte.

es plätschert ... ... am Brunnen ... ... so vor sich hin

Es sind noch knappe 6 Kilometer und der Wind frischt auf – bevor mir kühl wird laufe ich weiter und sinniere so vor mich hin.

blauer Himmel ... ... grauer Himmel ... Zwischenstopp

Die Kurzfassung von dem was ich so sinniere ist simpel und nicht allzu spektakulär: nur noch 4 Kilometer fehlen – 4 Kilometer sind ein ganzes Stück wenn man nicht mehr kann, aber ein machbares und als ich zu Hause ankam, da merkte ich zwar deutlich meine zurückgelegen Kilometer, aber es wäre auch noch ein Stückchen weiter gegangen … irgendwann mal – ganz bestimmt!

meine Füsse (vorläufiges)Ziel

Danke das ich laufen darf, danke an meine Füsse für ihren wunderbaren Dienst heute.

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