traurig

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… das Laufen?
Nichts. Ich laufe nicht, weil ich nicht laufen kann.

Fast ein wenig erschrocken war ich über diese Frage. So weit ist das Laufen im Moment für mich weg, so weit habe ich es weg geschoben …
Ein Leben ohne Laufen ist auch möglich, sogar ein glückliches und trotzdem manchmal tut es dann einfach weh eben nicht laufen zu können und die Kondition gehen zu lassen … aber ist so.

Donnerstag, 19.08.2010, ein neuer Versuch beim Medizinmann.

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Das, was dieser Familie heute vor einer Woche passiert ist, ist mein Albtraum.
Alles verbrannt, alles weg und was bleibt ist ein Haufen Trümmer …

Auch wenn ich sie nicht kenne berührt es mich sehr und mir fehlen die Worte – hier ist alles zusammen gefasst und hier und hier wird geholfen.

Abgebrannt – wir helfen!
Eine Aktion die mir zeigt, das es diese „annonyme“ Nächstenliebe wirklich gibt.

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Mein “a year befor” fiel mir eben ins Auge und so klicke ich mich durch meine Mini-Rekorde, schließe den Browser wieder und atme tief durch.

Laufblogs umgehe ich aktuell lieber – auch wenn mir dies schmerzt – als ein “seid doch alle froh wenn ihr laufen könnt, bäh” zu hinterlassen.

Ich kann nicht laufen, ich habe wieder was Neues und keine Ahnung was da in meinem Oberschenkel wütet und unheimliche Angst das es wieder drei lange Monate dauern wird … es ist Sommer und ich versuche diesen eben ohne Sport zu genießen (Himmel, hätte man mir vor drei Jahren gesagt das ich Tränen in den Augen habe weil ich keinen Sport machen kann, ich hätte ihn für verrückt erklärt). Nö, ich lass mich nicht unterkriegen und liebe den Sommer trotzdem abgöttisch – aber es ist der Zeitpunkt gekommen an dem ich die Geduld und auch irgendwie den Spaß verloren habe darauf zu hoffen irgendwann wieder laufen zu könne, laufen zu dürfen.

Ist so :(

Die Kommentare zu diesem Post habe ich deaktiviert, weil es in meinen Augen einfach nichts hinzuzufügen gibt und ich mir sehr sehr sicher bin das jedes Kommentar unheimlich lieb und gut gemeint wäre. Aber warm aufbauende Worte aus den Rippen leiern wenn nichts aufzubauen ist?!
Ist so.

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Im Vorfeld hatte ich mir überlegt, dass wenn ich es wieder nicht unter 60 Minuten ins Ziel schaffe, ich einfach nur ein “Hat nicht gereicht!” blogge und mehr nicht.

Jetzt finde ich diesen einen Satz aber doch ein bisschen arg wenig, vielleicht genügend für den Lauf aber nicht für all die lieben Daumendrücker und vor allem für die liebe Überraschung die es am Ende noch gab. Ich fange aber vorne an, baue einen kleinen Spannungsbogen auf und lasse am Ende das pinke Feuerwerk steigen, so wie es sich für Silvester eben gehört. (Gnihihi, in dem letzten Satz steckte so viel Doppeldeutigkeit drin).

Also wir sind rechtzeitig da, meine Eltern sind zum anfeuern mitgekommen – an dem allerbesten Support kann es also nicht gescheitert sein. Beim Startnummern abholen sehen wir kurz Sabine und wechseln ein paar Worte und es zeichnet sich immer mehr ab das es glatt sein wird. Die Zeit bis zum Start vergeht recht schnell, das Armband von meiner Forerunnerin löst sich wieder, der ♥-Mann versucht mit einer Sicherheitsnadel zu reparieren was zu reparieren ist und ich maule ihn auch noch dafür an- ja, meine Nerven sind zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr die besten und ich möchte es doch so gerne endlich mal schaffen. Wir stellen uns auf, genau hinter den Mann mit dem 59 Minuten Luftballon und der Sprecher erklärt das es bei Kilometer eins (welcher dann auch Kilometer 9 wieder sein wird) und zwischen Kilometer 5 und 7 glatt ist. Der Papa kommt extra nochmal in die Menge und weist uns auf der 59-Minuten-Manndie Glätte hin und dann geht es auch schon los. Ich laufe immer hinter den beiden 59-Minuten-Männern hinterher, was alles andere als einfach ist. Es ist rutschig, teilweise glatt und dran bleiben in der Menge ist für mich mehr eine Verfolgungsjagd als ein gleichmäßiges Laufen. Ab Kilometer 5 wird es wirklich fies im Wald auf teilweise vereisten Schnee und die Männer rufen immer wieder “Achtung Eis” es geht irgendwie. Doch mit der Zeit wird es immer anstrengender für mich hinter her zu kommen, immer wieder wird der Abstand größer und ich muss wieder aufholen und irgendwann hole ich nicht mehr auf. Ich kann nicht mehr und beschließe irgendwo bei Kilometer 7 ein wenig langsamer zu laufen und NICHT zu gehen. Ich kämpfe, aber ich gehe nicht und das neongelbe Shirt von dem 59-Minuten-Mann entfernt sich immer mehr (ab heute habe ich eine Abneigung gegen diese Farbe – aber bestimmt nicht gegen den Mann denn der war wirklich total entspannt und nett) und warte auf den Moment in dem der ♥-Mann mich von hinter überholt. Aber er kommt nicht und ich laufe weiter, einen Schritt vor den anderen und den letzten Kilometer versuche ich wieder etwas schneller zu werden und habe noch die wahnwitzige Idee es vielleicht noch irgendwie schaffen zu können … aber nein, das kann zu dem Zeitpunkt nicht mehr klappen. Offiziell sind es dann 1 Stunde 1 Minute und 36 Sekunden geworden, das ist zwar schneller als letztes Jahr – aber das Ziel ist nicht erreicht! Sicher waren die Bedingungen nicht die besten, aber ich hätte auch nicht wirklich schneller gekonnt.

Am Getränkestand treffe ich meine Ma und kurz darauf treffen wir uns alle wieder. Plötzlich holt der ♥-Mann mein Handy aus seiner Tasche weil es klingelt, Eva ruft an, ich höre aber nichts (Mütze zwischen Handy und Ohr lässt grüßen) und lege wieder auf, will später zurückrufen …  mir ist gerade nicht nach telefonieren, ich habe es nicht geschafft, ich mag das jetzt nicht erklären, mir ist kalt ich will übellaunig sein … und just in dem Moment sagt es “Hallo” und ich blicke auf und da stehen
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Spannung!!
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*gnihihi*
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noch mehr Spannung
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Eva und Christian, als Überraschung, als Feuerwerk in pinken Strümpfen!

Evchen und ChristianIch bin baff, sprachlos und kann mich gar nicht richtig freuen so überrascht bin ich – wie liebt ist das denn?? Sie sind extra den weiten Weg nach Frankfurt gefahren, nur für uns! Da konnte ich nicht mal richtig enttäuscht sein, weil es einfach viel zu schön war das die beiden da plötzlich aus dem Nichts auftauchten und standen.

Silvesterlauffinaleund nächstes Jahr laufen wir zusammen, abgemacht??

Danke, DaNkE, danke, DANKE, dAnKe, Danke, DaNkE, danke, DANKE, dAnKe, Danke, DaNkE, danke, DANKE, dAnKe, Danke, DaNkE, danke, DANKE, dAnKe Danke, DaNkE, danke, DANKE, dAnKe, Danke, DaNkE, danke, DANKE, dAnKe … kuuuuuutsch!!!
(und mit der Doppeldeutigkeit geht es noch weiter, Silvester werden wir auch zusammen verbringen und darauf freuen wir uns schon ganz arg – IHR seid ZUCKER!)

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Heute ist der erste Advent, gestern auf einer kleinen gemeinsamen Runde im Dunklen leuchtet es schon überall in Vorgärten … Weihnachten steht unmittelbar bevor und es ist nicht annähernd wirklich winterlich kalt.
Bei Margitta hat es letztens schon wieder geschneit und jetzt, in meinem ersten WordPress-Winter schneit es ab heute hier auch – durchgehend bis Weihnachten auf jeden Fall und deswegen musste der Hintergrund vorübergehend ein wenig verdunkelt werden.

Gelaufen wurde heute auch.
Bleiernd schwer, anstrengend langsam und mit ewigen Seitenstechen schleppte ich mich durch die Gegen … gut, war nichts! Trotzdem habe ich mich irgendwie aufgerafft und immer nur gedacht nicht aufgeben, nicht umdrehen, nicht anrufen und abholen lassen, nicht aufgeben – Margitta sagt niemals aufgeben und so trottet ich vor mich hin, bereit auch ein Stück zu gehen wenn es nicht anders möglich wäre, aber nicht vor Kilometer 6 umzudrehen. Der Regen setzt ein, hilft auch nicht aber verschlimmert auch nichts und die Tränen von oben erscheinen mir einfach nur passend. Ich gehe nicht, ich schlurfe weiter und quäle mich irgendwie bis zum ersehnten Umdrehpunkt. Nach einer aufgrund des schnellen Frierens nur kleinen Luftholpause geht es wieder zurück, genauso bescheiden aber ich laufe, ich keuche, gehe nicht, haben immer wieder Seitenstiche, gebe nicht auf und ich komme zu Hause an. Erschöpft als hätte ich gerade sonst was geleistet und nicht wirklich glücklich. Muss es solche Läufe geben, wenn dann aber nur wenn der nächste wieder besser wird.

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Das Wetter ist grau, mein Kopf voll, viel zu voll und die Verzweiflung mächtig.

Da hilft nur die Steinberg-Therapie, die zum Ziel das zumindest kurzzeitige Abschalten und Durchatmen hat. Sie ist sehr simpel und besteht im Laufschuhe anzuziehen, dem Loslaufen und fünft Steinbergrunden. Die erste zum Warmwerden, die zweite um zu merken das man läuft und lebt, die dritte um der Versuchung des Nachhauselaufens zu widerstehen, die vierte um zu fluchen und die fünfte um sich völlig zu verausgaben und zu beweisen das man fünf Runden schafft.

Dauer ca. eine Stunde, die Kosten übernimmt zur Zeit noch keine Krankenkasse und aber die Wirkung war heute mehr als überzeugend.

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